Nach Einschätzung des Londoner Investorenberaters Thomas Nienaber von MKI Global Partners haben die Fusionserwägungen nur geringe Chancen auf Verwirklichung: „Es ist schwer zu verstehen, wie die Konzernführung der Deutschen Telekom die Unterstützung der Aktionäre für eine Verschmelzung mit T-Mobile US gewinnen will“, sagte Nienaber der Börsen-Zeitung. „Eine neue Gesellschaft als Fusionshülle außerhalb von Deutschland – und nicht an der Deutschen Börse notiert – kann dem Bund als Großaktionär nicht gefallen, zumal er bei der Fusion so stark verwässert würde, dass er seine Sperrminorität verlieren würde – vor dem Hintergrund der schon misslungenen Commerzbank-Privatisierung fast undenkbar.“
Zudem müsste man laut Nienaber den Aktionären von T-Mobile US eine Prämie auf den Kurs bieten, damit sie eintauschen. Das würde den Kurs der Deutschen Telekom drücken und die Verwässerung weiter erhöhen. Die Hürden erschienen „so gut wie unüberwindbar“. Ein Sprecher der Telekom wollte die Spekulationen auf Anfrage nicht kommentieren. Auch ein Sprecher der Bundesregierung äußerte sich nicht. Bund und KfW halten je 14 % an der Telekom.
According to London-based investment analyst Thomas Nienaber of MKI Global Partners, the merger considerations have only slim chances of being realised: “It is hard to understand how Deutsche Telekom’s management intends to win shareholder support for a merger with T-Mobile US,” Nienaber told Börsen-Zeitung. “A new company formed as a merger shell outside Germany — and not listed on the German stock exchange — can hardly please the federal government as a major shareholder, particularly as it would be so heavily diluted in the merger that it would lose its blocking minority stake — almost unthinkable against the backdrop of the already-botched Commerzbank privatisation.” According to Nienaber, Deutsche Telekom would also have to offer T-Mobile US shareholders a premium on the share price to get them to exchange their shares. This would depress Deutsche Telekom’s share price and further increase the dilution. The hurdles appeared “as good as insurmountable.” A Telekom spokesperson declined to comment on the speculation when asked. A spokesperson for the federal government likewise declined to comment. The federal government and KfW each hold 14% of Telekom.
